Mittwoch, 9. Oktober 2013

El Bolson

Bier Verkaufsstand auf dem Markt

Die Stadt El Bolson liegt 120 km südlich von Bariloche und ist vor allem wegen des Bieres bekannt, das hier vielfach so gebraut wird, wie bei uns der Schnaps gebrannt wird. Deshalb werden in El Bolson über 40 verschiedene Biersorten angeboten. 80% der argentinischen Hopfenproduktion stammen aus dieser Gegend.


Schokolade und nicht nur einheimische ist ebenfalls - wie in Bariloche - ein allgegenwärtiges Produkt. Telecom hat Argentinien längst schon erreicht.


Auf dem Markt sieht man heute noch Überbleibsel der Hippie Bewegung aus den späten 60-er Jahren, die hier ihre selbst gebastelten Kunstgegenstände anbieten.
Daneben werden agrarische Produkte der Region angeboten. El Bolson ist die Obststadt der Region.


Gestern machte ich einen Abstecher zum Lago Puelo, der im Sommer ein beliebter Ausflugsort für alle möglichen Aktivitäten ist. Bootsausflüge, Kajakfahrten u.v.a. werden in diesem Naturpark angeboten. In der Nebensaison gibt es nicht einmal eine Eintrittsgebühr.


Heute war ich mit Suvie und Catherine am Piltriqiutro, eine schöne Bergwanderung zum verschneiten Bosque, in dem verschiedenste Künstler aus Südamerika Skulpturen aus den Baumstümpfen herstellen.

Das Eintrittstor zum Künstlerwald, den man nach einer ca. 1-stündigen Wanderung erreicht.

Suvie und Catherine



Blick ins Tal nach El Bolson

Von dort aus führte die Wanderung steil bergan zum Refugio, in dem wir von Frederico freundlich aufgenommen wurden. Auch von hier aus hat man einen wunderschönen Blick ins Tal hinunter.


Wir waren hungrig und die Pizza schmeckte hervorragend.

Mit Frederico in seinem Refugio

Am Abend kehrten wir zur Casada del Odile zurück, die etwas ausserhalb von El Bolson liegt und erwärmten uns beim offenen Kamin.


Der Besitzer der Casona spricht übrigens Deutsch. Es gibt hausgemachtes Brot zum Frühstück!

Die schöne Katze als Wahrzeichen der Casona

Montag, 7. Oktober 2013

Biken und Wandern in Bariloche


Die wunderschöne Gegend rund um Bariloche lädt geradezu ein, sich in der Natur zu bewegen. Gestern machte ich eine tolle Biketour - den Circuito Chico.
Mit dem Bus Nr. 20 fährt man zum Ausgangspunkt der Tour, wo man sich das Bike leihen kann. Die Bushaltestelle ist mitten in der Stadt und leicht zu finden. 


Einen Teil der Strecke legt man auf der asphaltierten Straße zurück. Die verschiedenen Aussichtspunkte laden zu einer Fotopause ein. Der Ausblick in die Seenlandschaft ist einfach "hermosa y muy lindo".

Blick auf die Colonia Suiza
Auf einer Schotterstraße erreicht man nach ca. 4 km die Colonia Suiza, eine kleine Siedlung von Auswanderern aus der Schweiz, die am Lago Perito Moreno liegt.


Hier kann man ein Stück weit dem See entlang radeln und kehrt dann wieder auf die asphaltierte Straße zurück.


Immer wieder gibt es faszinierende Ausblicke, die zu einem Stopp einladen. Die Tour ist empfehlenswert und für halbwegs geübte Fahrer auch leicht in ein paar Stunden zu bewältigen.


Auch die heutige 4-stündige Wanderung führte mich an den Seen entlang.



Vom Cerro Llao Llao hat man einen atemberaubenden Blick über die Seen- und Berglandschaft.

Dabei sind es oft die kleineren Seen wie etwa der Lago Escondida, die wunderbar in die Berge eingebettet und dieselben im klaren Wasser widerspiegeln.


Samstag, 5. Oktober 2013

Bariloche


Die Stadt Bariloche liegt am Nahuel Huapi See und zählt ungefähr 130.000 Einwohner. Umgeben von Bergen und Seen lädt sie zu verschiedensten sportlichen Aktivitäten geradezu ein.
Die Stadt ist wegen ihrer Schokolade-Produktion in ganz Argentinien bekannt. Auch die Suchard-Milchkuh ist allenthalben zu entdecken!


Bergwanderungen, Schifahren im nahegelegenen Cerro Cathedral, Mountain-Biketouren und sogar Gleitschirmfliegen sind im touristischen Angebot enthalten. Fahrten auf dem See zu den verschiedenen Inseln sind ebenso im Programm.




Die Stadtplanung Anfang des 20. Jahrhunderts brachte einen rustikalen Baustil mit Holz und Steinen hervor und prägt das Zentrum.


Es ist auch heute noch ein schöner Anblick, wenn man vom Marktplatz aus auf den See blickt.


Meine Unterkunft trug den Namen "Penthouse 10" und befand sich im 10. Stockwerk eines Hochhauses. Vom Balkon dieser Unterkunft hatte man einen wunderschönen Blick auf den See.


Am gestrigen Regentag besuchte ich das Perito Moreno Museum. Hier wird der Lebensweg dieses großen Forschers in Bildern und diversen Dokumenten nachgezeichnet.


Daneben gibt es sehr interessante Schautafeln zu klimatographischen Fakten dieser Gegend (Einfluss des Windes, Niederschläge, Vegetation ....)




In einem eigenen Raum werden die verschiedenen indogenen Stämme der Region und ihre Lebensweise dargestellt.


Treffend wird die kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Europäern - Kanone und Gewehre - und den Ureinwohnern - Speer - geschildert.




Am heutigen Sonnentag machte ich eine Bergwanderung zum Hausberg Cerro Otto. Nach der Anfahrt mit dem öffentlichen Bus machte ich mich für den Aufstieg bereit.



Schon nach kurzer Zeit stürmten ein paar bellende Hunde auf mich zu. Ich beruhigte die Tiere und setzte den steilen Anstieg fort. Bald bemerkte ich, dass mir ein Deutscher Schäferhund folgte, der mich dann bis zum Gipfel begleitete.


Der Hund war ungefähr gleich alt wie ich und bei guter Kondition.
Beim Essen schaute er mir zu und dann gab ich dem Kerl einen Teil meiner Jause ab. Auf dem Rückweg zeigte er mir dann die richtige Abzweigung und als ich im Tal anlangte, war er plötzlich verschwunden.


Bariloche liegt im Seengebiet und ist eine sehenswerte kleine Stadt, die man unbedingt besuchen sollte.

Im Oktober (Frühling in Patagonien) blühen hier die Bäume und am Wochenende gibt es einen kleinen Markt.

Ein Tandemflug mit dem Gleitschirm vom Cerro Otto ist eine besondere Attraktion.


Freitag, 4. Oktober 2013

El Chalten - Trecking and hiking


 
Auf dem Weg von El Calafate nach El Chalten macht jeder Bus in La Leon eine Pause. An dieser historisch interessanten Stelle verweilten  auch Butch Cassedy und Perito Moreno - allerdings aus unterschiedlichen Beweggründen.


 El Chalten ist so etwas wie ein Bergsteigerdorf, das sich zwischenzeitlich den Gesetzmäßigkeiten des Tourismus unterworfen hat. Es gibt hier zahlreiche, preisgünstige Unterkünfte und eine gute Infrastruktur für Bergsteigen und Wandern.




 Meine erste Wanderung führte mich zur Lagune Torre. Die Torres waren nach meinem 3-stündigen Anstieg ein wenig von den Wolken verdeckt.


Der Wind war kräftig und grausam kalt. In einer kleinen Steinburg ohne Dach konnte man etwas ausruhen.





Einen der berühmtesten Berge - den Cerro Fitz Roy mit 3400 m - erwanderte/bestieg ich in einer 8-stündigen Wanderung, die mir nach 2 Tagen noch in den Knochen bzw. Kniegelenken hängt.



Am Ende müht man sich durch einen steilen Schneehang zum Aussichtspunkt und wird durch den imposanten Anblick belohnt. Von hier aus sieht man auch die drei Lagos, nach denen die Wanderung benannt wird.





Beim Abstieg machte ich noch einen Umweg zur Laguna Capri. Von diesem "Mirador" hat man ebenfalls einen sehr schönen Blick auf  den Fitz Roy.


Vor ungefähr einer Million von Jahren formte ein Gletscher dieses "U-Tal". Der Fluss schlängelt sich in vielen Kurven durch das breite Tal. Ein Vergleich mit dem Rheintal drängt sich förmlich auf.